Broken open – der befreite Schmerzkörper
…ist frei in der Freiheit ohne Gedanken, ohne Trauma, ohne Anhaftungen, verbunden mit dem reinsten Quell des Lebens in Frieden.
Dann ist der Schmerzkörper passé,
adé.
Kennst du das und kennt ihr das in eurem Bekannten- oder Familienkreis: Schmerzen im Rücken, im Knie, Migräne, chronische Schmerzen, schleichende Entzündungen, Arthritis, Blähbauch, Leaky Gut, Tinnitus, Überbelastung, stressiger Lebensstil, emotionales Essen, Schilddrüsen-„Fehlfunktionen“, PMS, CFS, Fibro, Unfälle und bleibende Probleme, Narbengewebe, stressiger Arbeitsplatz und angespannte Sitzhaltung – und keiner weiß Rat, es gibt keine funktionierende Therapie und der Schmerz soll nun Dauer-Freund bleiben? Medikamente, ruhigstellen, vielleicht Massagen, manuelle Therapie, Meditation, Supplements sollen den Freund jeden Tag begrüßen oder sein Kommen reduzieren und den Körper heilen.
Ich kenne das beruflich. Ich habe viele Menschen gesehen, begleitet und einige behandelt. Auch ich war am Ende mit den hilfreichen Methoden zwischen Kräutern und Steinen, manuellen Anwendungen, Massagen nach Maya-Tradition, Yoga und anderen Methoden. Ich kenne das auch privat. Sowohl aus der Sportwissenschaft als auch im Yoga und bei den Ärzten fand ich oft subjektive, ungenaue, unzureichende Antworten oder den lauten Ausruf: „Ich kann Ihnen nicht helfen!“ …


Wanderer und Wunderer: Wo die Magie spricht
Auf den Pfaden des Wanderers und Seekers, Suchenden, bin ich oft an Grenzen gestoßen und noch viel öfter über Grenzen gegangen: zwischen Ländern, zwischen physischen und nicht-physischen Welten, teils dehydriert, müde, entkräftigt, auch mal wohnungslos, obdachlos oder an Naturpfaden im Wald schlafend… oder in städtischen Parks wie in Japan, bei McDonalds, während der Monsun den Regen gegen die Scheiben presste. Immer auf der Suche nach Alternativen, alternativen Antworten, alternativen Ursprüngen, Philosophien, Lebensweisen, Mythen aus Kosmovisionen, die Erzählungen und ursprüngliches Leben geboren haben.
Das Leben lässt sich nicht in Büchern festhalten und lesen, vielleicht einiges, aber die meisten Bücher sind von Menschen außerhalb des kulturellen und traditionellen Kontexts geschrieben; sie tragen oft die Handschrift aus dem Verständnis weißer Männer, mit überstülpenden Perspektiven, Assoziationen und Vergleichen aus ähnlichen Überlieferungen und Texten. Puzzle-Spiele. Keine guten Erzählungen. Sie sprechen die lebendige Sprache des Lebens nicht.
Die Samen leuchten in der Dunkelheit – was ist die Schwitzhütte?
Die Steine leuchten erfreut, tünchen den dunklen Mutterleib
Die Schwitzhütte ist ein Ort, an dem wir unser Selbst treffen, unsere eigenen Fäden fühlen in dem schöpfenden Gewebe zwischen jeher und diesseits, zwischen Himmel und Erde, im Ozean des Seins, in dem alles ist. Das klingt sehr weit und so ist es auch.
SIE stellt dir die Frage: Wo und wie bist du gerade was? Und SIE fragt: Möchtest du dich befreien?
Die Schwitzhütte symbolisiert die große schwangere Mutter, in deren Wasser wir einst genährt und aus der wir eins(t) geboren worden sind. Ihr Bauch ist der Raum, ihr Unterleib ist die kreative Schöpfung, in der das Leben sich orchestriert, organisiert und in alle Richtungen bewegt. Hier kannst du dir die Frage stellen, wo du in diesem Gewebe gerade deine Fäden webst, wo du spinnst, wo du welche Fäden ignorierst, wo du welche zu sehr spannst, was du korrigieren und für dich oder für andere in die Welt geben möchtest. …


Das Sakrileg – die Wahrheitssuche
Aufgehängt, angehängt oder angebunden, der Speer durchbohrt das Herz
Natürlich nehme ich das an, habe mich nun in alle Richtungen gestreckt und bin den Pfad gelaufen… die ständige Selbst-Aufgabe, die Extreme, die tosende See und immer wieder bin ich untergangen, um das Bewusstsein zu verlieren und doch im richtigen Augenblick wieder aufzutauchen, schnappend nach dem ersten Sauerstoff, hustend von den letzten Wassertropfen vor der Luftröhre. Noch öfter war ich kurz davor und dann waren die Kräfte doch wieder da und konnten mich vor diesem Schock bewahren. Doch dieser Schock ist abermals und abermals die Grenze zwischen dem Hier und dem Da, dem Jenseits, es ist die Pforte, das Portal, der Tod auf die Geburt und vice versa. Es ist die Spirale, die so tief wirkt, dass das Wachbewusstsein überlistet werden muss. Sie fordert sich zurück, fordert auf, die Anhaftungen in alten Räumen loszulassen, neue Vision und ein neues Lebensgefühl in die nächste Version des Selbst mitzunehmen. Es gibt kein Entrinnen, kein Rennen. Sie kommt. Die große Schlange, der Drache der Zeit verlangt es, dass die alte Haut sich löst, der Raum sich weitet. …